Standorteröffnung in München: Nachhaltiges Wachstum als integrierte Wirtschaftskanzlei

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Aufbruchstimmung im Münchener Rechtsmarkt. Mit zwei renommierten Teams von Dentons sowie einem Partnerzugang von Poellath eröffnete die Sozietät Oppenhoff zum 01.05.2026 ihren neuen Standort in München. 14 Anwältinnen und Anwälte gehen für die Kanzlei an den Start, ein Schwerpunkt liegt zunächst in den Bereichen Corporate und M&A. Das Ziel ist ein Full-Service-Angebot, weitere Zugänge sind bereits angekündigt. Thomas Wegerich sprach mit Jörn Kuhn, dem neuen Managing Partner von Oppenhoff, über die strategische Ausrichtung und die Pläne in der bayerischen Hauptstadt.

Deutscher AnwaltSpiegel: Herr Kuhn, Oppenhoff ist zum 01.05.2026 mit einem neuen Büro in München und einem starken Corporate/M&A-Team gestartet. Was waren die strategischen Überlegungen hinter diesem markanten Schritt?

Jörn Kuhn: Mit dem Start unseres neuen Büros in München verfolgen wir konsequent unsere Strategie, als unabhängige Wirtschaftskanzlei weiterzuwachsen und unsere Beratungskapazitäten gezielt auszubauen. München ist einer der wichtigsten Transaktions- und Investitionsstandorte in Europa mit hoher internationaler Bedeutung. Wir sehen dort eine sehr starke, bestehende Mandatsbasis und zugleich erhebliches Wachstumspotential.

Deutscher AnwaltSpiegel: Welche Rolle spielen laterale Teamzugänge für Ihre Wachstumsstrategie – und wie stellen Sie deren schnelle Integration in die Kanzleikultur sicher?

Jörn Kuhn: Laterale Zugänge – von Einzelnen oder Teams – spielen für unsere Wachstumsstrategie eine zentrale Rolle, da wir gezielt erfahrene Persönlichkeiten gewinnen, die fachliche Exzellenz und starke Marktvernetzung mitbringen. Entscheidend ist dabei nicht nur die individuelle Stärke, sondern auch die Integration in unsere sehr kollaborativ geprägte Kanzleikultur. Diese erfolgt bewusst frühzeitig und eng begleitet, unter anderem durch standortübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Mandatsarbeit von Beginn an. Dabei achten wir sehr darauf, dass keine Silostrukturen entstehen, sondern ein eng verzahntes Team über München, Köln und Frankfurt am Main hinweg arbeitet.

Deutscher AnwaltSpiegel: München gilt als besonders wettbewerbsintensiver Rechtsmarkt. Wie will sich Oppenhoff dort gegenüber internationalen Großkanzleien und etablierten lokalen Einheiten positionieren?

Jörn Kuhn: München ist zweifellos ein sehr kompetitiver Markt mit einer hohen Dichte an starken, internationalen und nationalen Einheiten. Wir positionieren uns dort bewusst als integrierte Wirtschaftskanzlei mit klarer Full-Service-Ausrichtung und einem starken Transaktions- und Beratungskern.

Wir starten in München auch nicht bei null, sondern setzen unsere Tätigkeit konsequent fort. Wir haben bereits jetzt eine breite Mandantenbasis in München und im süddeutschen Raum, so dass wir lokaler Ansprechpartner sind. Internationales Geschäft werden wir aus München genauso intensiv betreuen wie bislang, auch aus den anderen Standorten. Wir sind also ab Tag 1 auf gleicher Höhe wie andere Kanzleien, die bereits länger vor Ort sind.

Deutscher AnwaltSpiegel: Der neue Standort bündelt Kompetenzen in Corporate/M&A, Private Equity, Venture Capital sowie Kartell- und Beihilfenrecht. Zugleich setzt die Kanzlei auch verstärkt auf Handel, Vertrieb und Logistik. Welche Mandantensegmente und Branchen haben Sie besonders im Blick?

Jörn Kuhn: Im Mittelpunkt stehen für uns mandatsstarke und international geprägte Sektoren, in denen wir bereits seit vielen Jahren intensiv tätig sind. Dazu zählen insbesondere Private Equity und Venture Capital sowie technologie- und industriegetriebene Bereiche wie Mobility, Insurance, Digital Business sowie Defence & Security. Wir begleiten dort sowohl Investoren als auch Unternehmen bei Transaktionen, Strukturierungen und strategischen Beteiligungen.

Ergänzend spielt auch der Bereich Handel und Konsumgüter eine wichtige Rolle. Unser Anspruch ist es, unsere Mandanten vollständig entlang der Wertschöpfungskette, interdisziplinär und praxisnah zu beraten.

Deutscher AnwaltSpiegel: Welche Rolle spielt München in Ihrer Gesamtstrategie, um Oppenhoff langfristig als Full-Service-Kanzlei im deutschen und internationalen Rechtsmarkt weiterzuentwickeln?

Jörn Kuhn: München ist ein zentraler Baustein unserer Wachstums- und Full-Service-Strategie und ergänzt unsere bestehenden Standorte in Köln und Frankfurt am Main ideal. Dazu zählt auch, dass wir Fachbereiche, die eng zusammenarbeiten, dann ebenfalls in München aufbauen werden. Mit der Präsenz vor Ort stärken wir also gezielt unsere Kapazitäten in besonders transaktions- und beratungsintensiven Mandaten mit nationalem und internationalem Bezug. Durch die enge Verzahnung der Standorte erhöhen wir unsere Schlagkraft im Markt. So schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum als integrierte Wirtschaftskanzlei.

Deutscher AnwaltSpiegel: Vielen Dank für Ihre Einblicke, lieber Herr Kuhn. Wir werden die weitere Entwicklung von Oppenhoff auch zukünftig redaktionell begleiten. 

Autor

Jörn Kuhn Oppenhoff, Köln Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Managing Partner

Jörn Kuhn

Oppenhoff, Köln
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Managing Partner


joern.kuhn@oppenhoff.eu
www.oppenhoff.eu