Die Kanzlei-Website

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Die Kanzlei-Website war noch nie so wichtig wie heute. Sie dient nicht nur dem Vertrauensaufbau in Richtung Mandantschaft und Personal, sondern sichert auch die digitale Souveränität einer ­Kanzlei ab. Problem dabei? Oft sitzen an den neural­gischen Entscheiderpunkten Menschen, die die digitale Präsenz ­unterschätzen und/oder die Relevanz der Sichtbarkeit ­einer Kanzlei im digitalen Raum nicht ausreichend ­erfassen. Die digitale Kompetenz- und Imagepräsentation allerdings gehört für Kanzleien sowie Anwälte zum digi­talen Transformationsprozess, dem sie sich jetzt stellen müssen. Der folgende Beitrag soll Verständnis schaffen.

Wie funktioniert Google?

Google ist eine Suchmaschine. Sie indexiert Informationen (Content) aus dem Internet. So ermöglicht sie Nutzern und Nutzerinnen, für ihre Suchanfragen relevante Ergebnisse zu finden.

Wenn man etwas in die Google-Suchleiste eingibt, durchsucht der Google-Algorithmus Milliarden an Webseiten und versucht, die besten Ergebnisse auszuspielen.

Ob eine Seite vertrauenswürdig ist und als Suchergebnis erscheint, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel von:

  • der Qualität des Inhalts,
  • der Nutzererfahrung,
  • der Ladegeschwindigkeit der Seite oder auch von
  • der Anzahl eingehender Links (wenn also andere seriöse Seiten auf die Website verlinken).

Warum ist die Kanzlei-Website so wichtig?

Ihre Kanzlei-Website ist das digitale Outfit Ihrer ­Kanzlei. Sie entscheidet maßgeblich mit darüber, ob die Mandantschaft der Kanzleimarke vertraut und ob potentielle Talente sich dafür interessieren.

Eine optimierte Kanzlei-Website hilft, die Kanzlei in den Suchergebnissen besser zu ranken. Je besser das Ranking, desto höher die Chance, dass potentielle Mandanten mit der Kanzlei in Kontakt treten wollen oder ­Bewerbungen bei ihr eingehen. Die Kanzlei-Website zahlt somit ­sowohl auf der Ebene des Kanzleierfolgs als auch auf der des Unternehmensimage ein.

Vertrauensbildung durch die Kanzlei-Website

Der Google-Algorithmus versucht, die menschliche Vertrauensbildung nachzuahmen. Er bewertet die Parameter, die Menschen (bewusst oder unterbewusst) heranziehen würden.

Zum Beispiel: Ist die Seite verständlich – auch bei komplexen Fragestellungen? Führt sie mich durch ihren Content und bietet sie mir echte Informationen? Gibt es Grafiken, die den Content schneller verstehen lassen? Kann ich schnell und unkompliziert Kontakt aufnehmen? Gibt es Referenzen, also Mandantschaft, die über Erfahrungen mit der Kanzlei berichtet? Kenne ich den Kanzleinamen, also die Marke, und verbinde ich etwas damit?

Was sich so leicht anhört, ist nicht so leicht zu realisieren. Um sehr gut zu ranken, braucht es ein exzellentes Design, hervorragenden Content sowie eine Such­maschinenoptimierung in Bezug auf Keywords und technische Voraussetzungen und Einstellungen.

Keyword-Optimierung

  • Die Keyword-Optimierung von Kanzlei-Websites ­bezieht sich auf die Platzierung strategisch relevanter Schlüsselwörter (Keywords). Schlüsselkomponenten der Keyword-Optimierung sind:
  • Suchwort-Recherche,
  • Suchwort-Integration in die Inhalte der Kanzlei-­Website,
  • Content-Strategie (Erstellung von für die Mandantschaft sinnvollen Inhalten, die bei Google gesucht ­werden),
  • Suchwort-Dichte und -Positionierung im Content (das Suchwort muss in gewisser Anzahl vorkommen, immer in der Überschrift und der Unterüberschrift), darf aber den Lesefluss und die Informationsaufnahme nicht ­behindern.

Was macht eine gute Kanzlei-Website aus?

Content und Performance machen eine gute Kanzlei-Website aus. Unter Content kann man sich sofort etwas vorstellen: Texte, Bilder, Videos, Downloads, die Möglichkeit zur einfachen Kontaktaufnahme. Und das alles gegossen in ein nutzerzentriertes, schönes Design. Aber Performance? Sie ist das Ergebnis der kleinteiligen Arbeit, die die Programmierer mit der technischen Suchmaschinen-Optimierung (SEO) vornehmen, regelmäßig kontrollieren und optimieren sollten. Allerdings wird – gerade in mittleren Einheiten – auf technisches SEO nicht ausreichend Wert gelegt. Der Grund? Nach unserer Einschätzung: ein Mangel an Verständnis und ein Mangel auf Seiten der Agenturen, technisches SEO richtig zu erklären.

Sie haben eine Kanzlei-Website, die in Ihren Augen den absolut richtigen Content für Ihre Mandantschaft bietet? Sie liefern wechselnde Themen, orientieren sich an der Aktualität der Rechtsprechung, reagieren mit regelmäßigen Insights auf aktuelle Themen oder betreiben sogar ­einen eigenen Blog? Sie machen also alles richtig und liefern den Suchmaschinen Anlass, Ihre Website auf den vorderen Plätzen zu ranken. Dennoch wird Ihre Web­site von Google & Co. wenig beachtet, und bei aktuellen Themen ist Ihre Website nicht auf den vorderen Plätzen? Der Hintergrund könnte ein technisches Problem sein. Es könnte sogar sein, dass Ihre Website Suchmaschinen ­daran hindert, sie einzulesen, auszuwerten und zu ranken.

Technische Optimierung

Die technische Suchmaschinen-Optimierung befasst sich mit dem Maschinenraum der Kanzlei-Website. Die ­Seite muss von Suchmaschinen optimal durchsuchbar sein, ­indexiert und dargestellt werden können.

Zur technischen SEO gehören Punkte wie:

  • die Struktur der Website,
  • der Name der URL,
  • die Optimierung auf mobile Endgeräte,
  • die Texthierarchie und Metadaten,
  • die Ladegeschwindigkeit und vieles mehr.

Von URL bis Verweildauer – alles ist wichtig für die Kanzlei-Website

Bei der technischen SEO werden die Struktur der Website und das Format der URL überprüft. Es soll sichergestellt werden, dass das Format einer URL-Adresse so gestaltet ist, dass Besucher und Besucherinnen – so wie auch Suchmaschinen – verstehen, was sie auf der Seite hinter der Adresse erwartet. Bestenfalls fällt schon hier das Keyword der jeweiligen Seite.

Wie steht es um die Ladezeit der Website? Gemeint ist die Zeit, die die Seite benötigt, um sichtbar zu werden. Sie hängt vom Server, von den Datenmengen der Seite und der Datenoptimierung ab. Eine lange Ladezeit hinterlässt frustrierte Besucher, die eine Seite bereits verlassen ­haben, bevor wichtige Inhalte sichtbar sind.

Eine kurze Verweildauer (also Besucher schauen nur mal kurz vorbei) bedeutet für die Suchmaschine allerdings, dass die Inhalte nicht relevant sind: ein negatives Signal. Das führt zur Abstufung der Website.

Fleißarbeit: Texthierarchie und Metadaten

Insgesamt müssen Texte klar strukturiert und hierarchisch aufgebaut sein. Das bedeutet viel Formatierungsarbeit: Zwischenüberschriften, Aufzählungen, Textauszeichnungen und anderes mehr müssen erstellt und bearbeitet werden. Neben Texten werden Bilder von Suchmaschinen berücksichtigt. Für die Bewertung bevorzugt die Suchmaschine jedoch Wörter. Deshalb brauchen Bilder also einen aussagekräftigen Titel und eine kurze Beschreibung.

Dann geht es noch um Metadaten, die doch so elementar für die Suchmaschinen und die Darstellung der Such­ergebnisse sind. Jede einzelne Seite der Website benötigt ein passendes Keyword, einen Titel und Navigations­namen sowie eine kurze inhaltliche Beschreibung der Seite. Ohne diese Vorarbeit bauen sich Suchmaschinen ihr eigenes Ergebnis, das sie dann als Suchergebnis ausspielen. Das allerdings sollte nicht dem Zufall überlassen werden, denn es steht einem guten Ranking entgegen und der Bereitschaft des Suchenden, auf das entsprechende Suchergebnis zu klicken.

Keyword-Optimierung und technisches SEO sind im besten Fall eine strategische Gesamtleistung für die Kanzlei-Website. Geht beides Hand in Hand, führt das zu einer optimalen Sichtbarkeit und zu digitaler Souveränität.

 

Autor

Liane Allmann Kitty & Cie., Berlin Inhaberin, Diplom-Betriebswirtin allmann@kitty-cie.de www.kitty-cie.de

Liane Allmann
Kitty & Cie., Berlin
Inhaberin, Diplom-Betriebswirtin

allmann@kitty-cie.de
www.kitty-cie.de

 

Autor

Stephan Ernst Ernst Werbeagentur, Steinfurt Webentwickler, SEO-Spezialist info@ernst-werbeagentur.de www.ernst-werbeagentur.de

Stephan Ernst
Ernst Werbeagentur, Steinfurt
Webentwickler, SEO-Spezialist

info@ernst-werbeagentur.de
www.ernst-werbeagentur.de