KI-Pflichten entschärft. Die Verantwortung bleibt.

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Seit dem 27.07.2026 gilt die Digital-Omnibus-Verordnung zur künstlichen Intelligenz. Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt seitdem nur noch, die KI-Kompetenz des Personals zu fördern – ein bestimmtes Niveau muss niemand mehr garantieren. Für viele Kanzleien klingt das nach Entlastung – ein Trugschluss.

Denn die eigentlichen Leitplanken für KI im Mandat setzt nicht Brüssel, sondern das Berufsrecht. Die Verschwiegenheitspflicht nach § 43a Abs. 2 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), die Vorgaben für den Einsatz von Dienstleistern nach § 43e BRAO und § 203 Strafgesetzbuch (StGB) gelten unverändert. Wer Mandatsdaten in ein KI-Werkzeug gibt, muss wissen, wo sie liegen, wer darauf zugreift und ob sie zum Training fremder Modelle verwendet werden. Und am Ende haftet nicht die Software, sondern wer das Ergebnis unterschreibt.

Drei Fragen trennen verantwortbaren von riskantem KI-Einsatz:

  • Bleiben die Daten in Europa und unter Kontrolle der Kanzlei?
  • Ist jedes Ergebnis mit Quelle nachvollziehbar – das Urteil, die Klausel, die Aktenstelle?
  • Und bleibt die juristische Entscheidung beim Menschen?

Ein Beispiel: Wer für eine Due Diligence Hunderte Verträge per KI vorprüfen lässt, spart Tage. Fehlt die Quellenangabe, muss jede Fundstelle erneut gesucht werden – und der Zeitgewinn ist dahin. Fehlt die klare Datenhaltung, steht das Mandatsgeheimnis auf dem Spiel.

Genau hier entscheidet sich, ob KI Expertise ersetzt oder verstärkt. Gute Legal-Tech nimmt Anwältinnen und Anwälten das Suchen, Sortieren und erste Prüfen ab. Das Urteil über Risiko, Strategie und Mandanteninteresse bleibt bei ihnen. Das ist kein Kompromiss, sondern der eigentliche Mehrwert.

Als europäische Gruppe entwickelt Septeo Legal-Tech nach diesem Prinzip. Unsere Legal Twin® KI-Skills arbeiten direkt in der Kanzleisoftware – dort, wo die Akte liegt: Case Knowledge erschließt den Inhalt der Akte und beantwortet Fragen dazu mit Verweis auf die Fundstelle, Smart Legal Research findet einschlägige Rechtsprechung. Contract Insights prüft Verträge als eigenständiges KI-Produkt. Alle Lösungen laufen in Europa; Mandatsdaten werden nicht zum Modelltraining genutzt. Mehr als 8.000 Kanzleien und Unternehmen vertrauen bereits darauf.

Die Regulierung mag nachgeben. Der Anspruch an anwaltliche Sorgfalt tut es nicht. KI sollte ihn nicht verwässern, sondern einzulösen helfen. 

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