„Unbedingt mitmachen!“

Legal Innovation Award: digitale Leistungsschau für die Rechtsbranche
Interview mit Dr. Veronika Haberler, Geschäftsführerin LeReTo, Wien

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Am 21.06.2018 wird im Rahmen der 9. STP-Fachtagung im Grandhotel Schloss Bensberg der Legal Innovation Award (LIA) verliehen. Der Deutsche AnwaltSpiegel ist seit vielen Jahren Medienpartner dieser hochkarätigen Veranstaltung. Der Legal Innovation Award wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Aufgerufen zum Wettbewerb sind Rechtsabteilungen, Kanzleien und Lösungsanbieter aus der Rechtsbranche, die sich mit bereits funktionierenden Produkten und Lösungen am Markt positionieren. Die Anmeldefrist läuft bis zum 31.03. 2018. Den Link zur Anmeldung finden Sie HIER.

Gesucht werden innovative Lösungen in den Rubriken: Produkt, Prozesse und Spezial. Voraussetzung für eine Teilnahme am Legal Innovation Award ist die Nominierung durch eine Fachjury. Diese wird repräsentiert durch Vertreter der Universität St. Gallen, des Bucerius Center on the Legal Profession, der Said Business School der Universität Oxford, des Deutschen AnwaltSpiegels, der Association of Corporate Counsel Europe, der CMS Legal Services EEIG sowie der Rechtsabteilungen der thyssenkrupp AG und der Daimler AG.

Der Award prämiert Innovatoren aus der DACH-Region. Alle Nominierten erhalten eine Einladung zu der Preisverleihung auf Schloss Bensberg. Damit verbunden ist eine beachtliche Visibilität durch die Marketingwirkung der im Rechtsmarkt etablierten Premiumveranstaltung sowie die Möglichkeit, die eigene Entwicklung einem breiten, interessierten Publikum vorzustellen.

Gewinner im vergangenen Jahr in der Kategorie „Special Awards“ war das Unternehmen LeReTo aus Wien (Österreich). Wir sprachen mit der Geschäftsführerin Dr. Veronika Haberler über ihre Erfahrungen mit dem Award.

Deutscher AnwaltSpiegel: Frau Dr. Haberler, Ihr Unternehmen LeReTo war 2017 bei der Premiere des STP Legal Innovation Award Gewinner in der Kategorie „Special Awards“. Bitte sagen Sie etwas zu Ihrer Innovation, zur Zielgruppe und zum Nutzen des Produkts.

Dr. Haberler: LeReTo steht für „Legal Research Tool“ und ist ein Quellenrecherchetool für Rechtsanwälte, Richter und Juristen, das juristische Dokumente mit darin zitierten Quellen zusammenbringt. Das Tool erkennt und verlinkt Gesetze, Rechtsprechung und Literatur in juristischen Schriftstücken – vollautomatisch und bis zu zehnmal schneller als die manuelle Abfrage.

Zu unserer Kernzielgruppe gehören daher alle Juristen, die ihren Schwerpunkt im streitigen Bereich haben. Wir möchten mit unserer Lösung Juristinnen und Juristen für die eigentliche inhaltliche Arbeit freispielen und ein „24/7-Assistenztool“ sein.

Deutscher AnwaltSpiegel: Wie ist es zu der Teilnahme an dem Wettbewerb gekommen? Sind Sie selbst darauf aufmerksam geworden oder durch eine Empfehlung?

Dr. Haberler: Wir sind zufällig auf die Ausschreibung aufmerksam geworden, und nach einer kurzen Prüfung, ob sich auch österreichische Start-ups bewerben können, haben wir unsere Bewerbung abgeschickt. Die kompetente Fachjury hat uns ganz besonders motiviert, unser Produkt von der besten Seite zu zeigen.

Deutscher AnwaltSpiegel: War für Sie klar, dass die Teilnahme für Legal Innovations aus der DACH-Region konzipiert ist? Gibt es einen vergleichbaren Wettbewerb in Österreich?

Dr. Haberler: Ganz sicher waren wir uns damals nicht – daher die o.g. Nachfrage. In Österreich gibt es keinen Legal-Tech-spezifischen Award, weshalb uns die Ausschreibung und Auszeichnung ganz besonders gefreut haben. Legal Tech steht noch ganz am Anfang, und es ist großartig, wenn gute Ideen Aufmerksamkeit und einen würdigen Rahmen bekommen.

Deutscher AnwaltSpiegel: Ganz pragmatisch: Was hat die Teilnahme am LIA für Ihr Unternehmen bewirkt?

Dr. Haberler: Seit unserer Auszeichnung hat sich einiges getan. Wir konnten die Fachtagung für das Netzwerken nutzen und kurz darauf mit der Kanzlei Gleiss Lutz einen namhaften Referenzkunden im deutschen Markt gewinnen. Und das, obwohl wir den Markteintritt für Deutschland noch gar nicht geplant hatten. Der Award war insofern ein echter Motivationsschub und hat unser Produkt unmittelbar vorangebracht. Mittlerweile können wir neben österreichischen Quellen auch deutsche Quellen erkennen und verlinken. Gleiss Lutz nutzt unsere Lösung, um PDF-Urkundenkonvolute direkt aus Word heraus zu erstellen.

Deutscher AnwaltSpiegel: Was würden Sie Interessenten mit auf den Weg geben, die eine Teilnahme am Legal Innovation Award erwägen?

Dr. Haberler: Unbedingt mitmachen! Der Award und auch die Veranstaltung bieten eine großartige Möglichkeit, die eigene Produktlösung einem kundigen Fachpublikum zu präsentieren, Feedback zu bekommen und interessante Kontakte zu knüpfen.

Deutscher AnwaltSpiegel: Frau Dr. Haberler, vielen Dank für dieses Gespräch.

Hinweis der Redaktion:
Für Fragen zum Legal Innovation Award steht Susann Seyfried, STP, als Ansprechpartnerin zur Verfügung unter: susann.seyfried@stp-online.de. (tw)