Let’s design the Future!

Liquid Legal Institute: die neue Plattform für Veränderungen im Rechtsmarkt

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Das Liquid Legal Institute ist eine neugegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, die fortschreitende Digitalisierung im Rechtsmarkt zu begleiten. Die dahinterstehenden Überlegungen haben wir in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig im internen Netzwerk der Produktfamilie Deutscher AnwaltSpiegel vorgestellt. Wir haben dabei viel Zuspruch erfahren und wertvolle Anregungen erhalten. Das Liquid Legal Institute ist Kooperationspartner des Deutschen AnwaltSpiegels. In dem folgenden Beitrag finden Sie alle wissenswerten Fakten im Überblick.

Was wir sind

Das Liquid Legal Institute e.V. ist ein eingetragener Verein deutschen Rechts mit Sitz in München. Der Verein wurde am 14.06.2018 in das Vereinsregister München (unter VR 207699) eingetragen.

Wer wir sind

Die Gründer des Vereins sind in unterschiedlichen ­Bereichen tätig und interdisziplinär. Im Einzelnen sind dies:

  • Kai Jacob, Global Vice President Legal Information Management, SAP, Walldorf
  • Astrid Kohlmeier, Rechtsanwältin & Legal Designerin, München
  • Dr. Dierk Schindler, M.I.L. (Lund), Head of Legal EMEA & Global Legal Shared Services, NetApp, München
  • Dr. Roger Strathausen, Global Business Expert, Sevilla
  • Dr. Jens Wagner, Rechtsanwalt, Counsel, Allen & Overy, München
  • Bernhard Waltl, (Legal) Data Scientist, BMW Group, München
  • Prof. Dr. Thomas Wegerich, Verleger, German Law Publishers, Frankfurt am Main

Der Vorstand des Vereins besteht aus Kai Jacob (Vorsitzender), Dr. Dierk Schindler (stellvertretender Vorsitzender) und Astrid Kohlmeier. Geschäftsführerin des Vereins ist Astrid Kohlmeier.

Wozu wir da sind

Zweck des Vereins ist die Erforschung und Förderung von neuem Denken sowie von Technologien und sonstigen Innovationen im „Ökosystem Recht“ (also der sogenannten Legal-Transformation). Das „Ökosystem Recht“ umfasst insbesondere die Bereiche Rechtsentwicklung, Rechtsanwendung und Rechtsgestaltung.

Warum wir da sind

Das „Ökosystem Recht“ verändert sich. Wir finden, dass es nicht genügt, die Veränderungen zu beobachten und einzelne Neuerungen aufzugreifen, also etwa eine neu auf den Markt kommende Legal-Tech-Anwendung einzuführen. Wir glauben, dass es für alle betroffenen Interessengruppen (Stakeholder) vorteilhaft ist, wenn sie den Veränderungsprozess aktiv vorantreiben. Der Verein soll daher eine Plattform sein, auf der die Mitglieder des Vereins den Veränderungsprozess selbst mitgestalten können – „let’s design the Future!“

Für die Veränderung des „Ökosystems Recht“ ist Legal-Tech eine wichtige Triebfeder. Es ist aber nur eine von mehreren. Daneben steht vor allem die Standardisierung. Sie sorgt auch unabhängig von Legal-Tech für Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Steuerbarkeit und ist für ein Legal-Management unverzichtbar. Sie ist ferner eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Smart Contracts. Neben der Standardisierung wird Legal-Design das juristische Denken und die juristischen Inhalte verändern. Der Gesetzgeber sowie Justiz und Verwaltung werden auf diese Entwicklungen reagieren und die Legal-Transformation mit vorantreiben. Wir meinen, dass eine Mitgestaltung des Veränderungsprozesses nur sinnvoll ist, wenn sie alle Aspekte und alle Stakeholder einbezieht. Unsere Tätigkeit soll sich deshalb auf die Legal-Transformation als Ganzes beziehen. Gleichwohl wollen wir auch Schwerpunkte setzen. Diese liegen zunächst auf:

  • Digitalisierung,
  • Standardisierung,
  • Legal-Design,
  • Access to Justice.

Was wir vorhaben

Ziel des Liquid Legal Institutes ist es, an der Gestaltung der Zukunft durch Gedanken- und Informationsaustausch, vor allem aber aktiv durch konkrete Projekte, mitzuwirken.

Eines der ersten Projekte ist die Grundlagenforschung zu einer sogenannten Common Legal-Platform (einem von jedermann nutzbaren neutralen Raum, in dem rechtliche Inhalte zugänglich und nutzbar gemacht werden sowie Verträge verhandelt, abgeschlossen und verwaltet werden können).

Damit zusammenhängend hat das Liquid Legal Institute im Sommersemester 2018 in Kooperation mit dem Hasso Plattner Institut (HPI) eine Studie zu interdisziplinärer Zusammenarbeit im juristischen Bereich durchgeführt.

Außerdem ist eine Untersuchung zur Vereinfachung bestimmter Vertragstypen in der Planung.

Die begonnenen Projekte und die Themen für weitere Projekte sollen an den Interessen der künftigen Mitglieder ausgerichtet werden. Dazu sollen interdisziplinäre Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themenfeldern eingerichtet werden, die sich aus Mitgliedern des Vereins zusammensetzen, in denen ein Austausch zwischen den Mitgliedern stattfindet und aus denen heraus vereinseigene Projekte oder die Beteiligung an oder die Förderung von fremden Projekten initiiert werden.

Folgende Arbeitsgruppen sind zunächst vorgesehen: Common Legal-Platform, Standardisierung, Smart Contracts, Blockchain, Legal-Design, Access to Justice.

Wofür wir stehen

Der Verein soll eine Plattform für alle Stakeholder sein. Zu den Stakeholdergruppen zählen insbesondere:

  • Unternehmen,
  • Start-ups,
  • Gesetzgebung,
  • Kanzleien,
  • LPOs,
  • Justiz,
  • Verwaltung,
  • Universitäten.

Der Verein soll eine neutrale Plattform sein, also nicht einzelne Stakeholdergruppen oder Stakeholder bevorzugen.

Die Vereinsgründer haben sich überlegt, welche Begriffe darüber hinaus für das Denken des Institutes stehen und die folgenden zehn ausgewählt:

  • collaborative,
  • tech-affine,
  • co-innovative,
  • Standards,
  • Design-Thinking,
  • global,
  • Enthusiasm,
  • interdisciplinary,
  • Non-Profit,
  • Sharing.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.liquid-legal-institute.org

sowie unter:

www.liquid-legal-institute.org/membership

Haben Sie noch Fragen zum Verein oder zur Mitgliedschaft?

Sie können uns jederzeit gerne kontaktieren.

Schreiben Sie uns an:

info@liquid-legal-institute.org