„Klassentreffen“ zwischen Shakehands, Lawyers-Well-Being und Digitalisierung

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Am 14.06.2022 war es nach über zweijähriger pandemiebedingter Pause so weit: Das Netzwerk der Produktfamilie Deutscher AnwaltSpiegel traf wieder zu einer Liveveranstaltung in der Frankfurt School of Finance & Management zusammen – in diesem Fall zu einer Premiere: Bei dem Event „Deutscher AnwaltSpiegel meets BWD“ präsentierte sich der neugegründete Bundesverband der Wirtschaftskanzleien in Deutschland (BWD) erstmals der Öffentlichkeit.

Neben der insgeheim großen Frage, ob zur Begrüßung ein Händeschütteln wieder angebracht oder die „Ghetto-Faust“ nun salonfähig ist, drehte es sich bei der Veranstaltung unter anderem darum, wie Kanzleien und Rechtsabteilungen für mehr Wohlbefinden („Lawyers- Well-Being“) sorgen können. Darüber hinaus standen die Beiträge ganz im Zeichen des Themas Digitalisierung.

Begrüßung

Nachdem die rund 150 Gäste im Audimax ihre Plätze eingenommen hatten, begrüßten Prof. Dr. Thomas Wegerich, Herausgeber der Produktfamilie Deutscher AnwaltSpiegel und stellvertretender Vorstandssprecher des BWD, Prof. Dr. Christoph Schalast, Partner, Schalast Rechtsanwälte und Dozent der Frankfurt School of Finance & Management, sowie Erwin Stickling, Mitglied der Geschäftsleitung, F.A.Z. Business Media GmbH, das Auditorium. Thomas Wegerich beendete das Intro mit den Worten „Großes Kino! Wir hoffen, dass wir heute genau das hinbekommen.“

Strong Kid on the Block: Vorstellung und Ziele des Bundesverbands der Wirtschaftskanzleien in Deutschland (BWD)

Stefan Rizor, Vorstandssprecher des BWD, begann seinen Vortrag mit einem kleinen Exkurs in die Entwicklung des Rechtsmarkts:

„1989 gilt als ein Epochenjahr, und es war auch eines für den Rechtsmarkt. Im Jahr des Mauerfalls endete auch das Zeitalter der nur lokal tätigen Sozietäten. Die damals größte deutsche Anwaltskanzlei war die Kölner Sozietät Boden Oppenhoff. Sie galt als ‚Fabrik‘ mit 24 Anwältinnen und Anwälten. Seitdem hat sich der Rechtsmarkt fundamental gewandelt. Heute gibt es rund 200 Sozietäten mit mehr als 20 Anwältinnen und Anwälten. Mit der Globalisierung der Wirtschaft entstanden Anwaltsunternehmen, die sich durch eine hohe Spezialisierung und eine hohe Arbeitsteilung auszeichnen. Längst haben auch die Partnerschaften ein einheitliches Profil und verfolgen strategische Ziele. Zugleich achten sie darauf, dass sie eine gemeinsame Haltung nach innen und außen entwickeln und bewahren. Ein Leitbild ist keine Seltenheit mehr.“

„Am 29.03.2022 gründeten 31 Kanzleien den Bundesverband der Wirtschaftskanzleien in Deutschland, kurz BWD, siehe hier. Die Mitgliedskanzleien eint nicht nur das Bemühen um höchste anwaltliche Qualität für ihre Mandanten, sondern auch eine gemeinsame Haltung, die im Leitbild des Verbands verankert ist.“

Der Verband wolle sich proaktiv in die Rechtspolitik einbringen, eigene Vorschläge unterbreiten, Position und Haltung beziehen. Weiterhin führte Stefan Rizor aus, dass es sich beim BWD um einen „Mitmachverband“ handele, der auf das Know-how der Mitglieder baue. Um die zeitlichen Ressourcen der Mitglieder zu schützen, könnten diese sich die vom BWD vorgegebenen Themen aussuchen, die für sie von besonderer Bedeutung sind, und dann in Task Forces ihre Erfahrungen und Vorschläge einbringen. Mit Hilfe der Mitglieder aus dem Advisory Board, die sich ebenfalls in den Task Forces engagieren, würde auch die Kundensicht sofort einbezogen werden. Warum beispielsweise Dr. Martin Fischer, General Counsel Celanese, mitmacht, wurde in einem Video präsentiert. Stefan Rizor verwies zudem auf das Scientific Board, das mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise unterstützt.

„Lawyers-Well-Being“

Zu dem Untertitel „Was wir längst ahnen, was wir wissen, was wir nicht länger verschweigen dürfen“ stellten Zoë Andreae, CEO, Lecare GmbH und Aufsichtsrat des Liquid Legal Institute (LLI), Jutta Löwe, Head of Global Data Protection, Brenntag SE, und Dr. Roger Strathausen, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des LLI, aktuelle Studienergebnisse des Liquid Legal Institutes vor.

Das Thema Well-Being, also Wohlbefinden, geht alle an. Insbesondere der Aspekt psychische Gesundheit wird aber gerade von Juristen oftmals unterschätzt. Das LLI hat zu diesem Thema eine Studie mit 135 Teilnehmern durchgeführt. Hierbei sickerte vor allem eines durch: Die Fehlerkultur im Rechtsmarkt muss sich ändern! Wie in anderen Branchen haben auch die Befragten der LLI-Studie Sorge, dass sie stigmatisiert werden, sobald sie über ihre mentale Gesundheit sprechen. Doch über 80% gaben an, mit mentalen Problemen weniger leistungsfähig zu sein. Jutta Löwe verwies darauf, dass man nicht nur selbst von Gesundheit und Wohlbefinden profitiere, sondern eben auch das eigene Umfeld.

„Mental health is the foundation for the well-being and effective functioning of individuals.“ – World Health Organization (WHO)

Doch warum sind Arbeitnehmer überhaupt Stress und Belastungen ausgesetzt? „Wie in anderen Branchen auch, führt die zunehmende Digitalisierung zu Stress, der Kostendruck steigt“, wusste Zoë Andreae zu berichten. Es sei wichtig, gerade in Zeiten, in denen eine Krise die nächste jage, alle Mitarbeiter zusammenzuhalten. Dieser Meinung schloss sich auch Dr. Roger Strathausen an: „Das Thema ,Lawyers-Well-Being‘ ist auch eng mit dem Thema ,Nachhaltigkeit‘ verbunden.“ Denn wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlasse, gehe Wissen verloren. Hinsichtlich der herausfordernden demographischen Entwicklung sollte diesbezüglich mehr in die vielbeschworene „Corporate Social Responsibility“ (CSR) investiert werden. Nachhaltigkeit in die Geschäftstätigkeit zu integrieren und Veränderungen zu schaffen seien Aufgaben, die in guten Zeiten angegangen werden sollten. „Jetzt ist die Zeit!“, appellierte Dr. Strathausen an die Zuhörer.

„Wir nehmen das Thema ,Well-Being‘ ernst“, so Zoë Andreae. „Einfache Dinge zu implementieren, die einen großen Unterschied machen, kann auch ein wichtiges Zeichen für junge Bewerber sein.“ Zudem stellte die Referentin klar, dass es sich lohne, auf andere Branchen zu schauen und von ihnen zu lernen.

Im Anschluss an die Vorstellung der Studienergebnisse fand ein reger Austausch mit dem Auditorium statt, und es wurden persönliche Erfahrungen – positive wie negative – geschildert. Dass die Anforderungen im Arbeitsmarkt sich verändert hätten, wusste beinahe jeder zu bestätigen. Ebenfalls fand der Punkt „Nachhaltige Unternehmensentwicklung“ regen Zuspruch. Kurz gefasst: Ältere Mitarbeiter profitierten von jüngeren Kollegen und umgekehrt – dies mache sich insbesondere im Bereich Digitalisierung bezahlt. Hierbei sei ein allgemeines Wohlbefinden jedoch unerlässlich. Jutta Löwe beendete diesen interessanten Austausch: „Wie gut es uns doch geht, dass wir Zeit haben, darüber nachzudenken, wie es uns noch besser gehen könnte.“

Die Providersicht: Wir können was, was ihr nicht könnt

Die Podiumsdiskussion moderierten Philipp Reusch, Partner, reuschlaw Law Consultants und Vorstand, BWD, und Franziska Fuchs, Leitung Recht, Robert Bosch GmbH. Auf dem Podium nahmen Vertreter führender auf den Rechtsmarkt spezialisierter Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen Platz, die ihre jeweiligen Alleinstellungsmerkmale hervorhoben: Dr. Juergen Erbeldinger, CEO, ESCRIBA AG, Zoë Andreae, CEO, Lecare GmbH, Uwe Richter, CEO, STP GmbH, Konstantin Heilmann, General Counsel, BRYTER GmbH. und Dirk Reineke, Mitglied der Geschäftsleitung, Interxion Deutschland GmbH.

Auf die Frage der Moderatoren, ob sich das Bewusstsein für Legal-Tech verändert habe, waren sich die Diskutanten durchaus einig. Der Markt sei reifer geworden, die Prozesse seien „End to End“ und die Diskussionen, ob etwas zulässig sei, weniger geworden: „Einfach machen!“ Die Gründe für diesen Wandel basierten unter anderem auch auf der Coronapandemie. „Diese hat dazu geführt, dass das Thema Legal-Tech einen Push bekommen hat. In kürzester Zeit mussten vor allem die Zusammenarbeit an und der Austausch von Dokumenten remote funktionieren“, so Uwe Richter.

Die zunehmende Digitalisierung in der Branche soll Workflows reduzieren. Mittlerweile gibt es sehr viele Anbieter im Legal-Tech-Bereich: Das Portfolio reicht von Standard- bis hin zu Nischenprodukten. Gehört „One Size fits all“ der Vergangenheit an? Die Antworten fielen unterschiedlich aus, doch in einem Punkt waren sich die Panelisten einig: Lösungen müssten auf den Kunden zugeschnitten werden. Hierbei sei der konkrete Usecase zu ermitteln, und es bedürfe Verständnis für die Diversität der Anforderungen. Eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit könne Synergien für den Kunden schaffen, da gemeinsam Speziallösungen entwickelt werden könnten. „Flexibilität ist wichtig in diesem Bereich. Mit nur einer Lösung ist man als Anbieter sehr begrenzt“, ergänzte Konstantin Heilmann, der vor seiner Tätigkeit bei BRYTER als M&A-Anwalt in einer Kanzlei tätig war. Zu Recht stellte Moderatorin Franziska Fuchs fest: „Es gibt viele Ideen und Impulse – wir sprechen uns nächstes Jahr wieder!“

Digitalisierung in a Nutshell: Leuchtturmprojekte

In dem Panel stellte Dr. Eva Gardyan-Eisenlohr, Global Chief Compliance Officer, Olympus Corporation und Mitglied im Advisory Board des BWD, Leuchtturmprojekte im Bereich Digitalisierung vor und erläuterte den weiteren Panelisten Martin Gerner, Partner, Taylor Wessing, Philipp Kempermann, Partner, Heuking Kühn, Dr. Torsten G. Lörcher, Partner, Ebner Stolz, und Oliver Schwarz, Partner, ADVANT Beiten (alle genannten Kanzleien sind Mitglieder des BWD) sowie dem Auditorium die jeweilige Vorgehensweise. Es moderierten Kathrin Reitner, Partner, Grant Thornton, und Vorstand BWD, sowie Thomas Wegerich.

„Ich habe die Digitalisierung nicht erfunden, aber vorangetrieben“, so Dr. Eva Gardyan-Eisenlohr lachend, die bei Olympus die Rechtsabteilung mit 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leitet und für ihre Arbeit bereits viel Lob im Vorfeld erhielt. Als sie und ihr Team vor vielen Jahren Produkte neu auf dem Markt einführen sollten, holte sie sich als Unterstützung eine Ärztin ins Team, denn Ärzte kennen sich mit Differentialdiagnosen aus. Für die Beschleunigung des damaligen Complianceprozesses erwies sich diese Zusammenarbeit als sehr bereichernd. Aufgrund der Prozessklarheit konnte dann auch sehr schnell weltweit gearbeitet werden. Externe Unterstützung erfolgte damals durch einen neuseeländischen Anbieter.

Das zweite Projekt, das Dr. Gardyan-Eisenlohr in Erinnerung geblieben ist, ist die Schaffung einer Plattform für eine neugebaute Datenschutzfunktion. Damals war sie noch für die Bayer AG tätig. Mit der Hilfe von unternehmenseigenen IT-Studenten konnte für das Thema „Kundenbedürfnisse“ in der Rechtsabteilung eine Lösung implementiert werden.

Unterstützung holen sich Inhouse-Rechtsabteilungen jedoch nicht nur bei Softwareunternehmen, sondern auch bei Sozietäten. Schon längst bieten die großen Wirtschaftskanzleien ihre Expertise an. Hierzu werden verstärkt Informatiker rekrutiert. Die Panelisten waren sich einig, dass es schwer sei, hervorragende Informatiker zu finden, und noch schwerer, diese heutzutage auch zu halten.

Als Unternehmensvertreterin wusste Dr. Gardyan-Eisen-lohr zu berichten, wie essentiell es sei, dass der Dienstleister erst einmal verstehen müsse, was das Unternehmen tut, um zur Wertschöpfungskette beizutragen. Das Unternehmen müsse eine Entscheidung über die Strategie fällen und dementsprechend die Ausrichtung vorgeben, wie die Kanzlei als beratende und verteidigende Einheit ihre Leistung erbringen soll. Zudem müsse auch die Kommunikation mit den Mitarbeitern klar sein. Das systematische Heranarbeiten an die Aufgabe sei wichtig für den Erfolg des Projekts. Dem konnten sich auch die Kanzleivertreter anschließen. „Mandanten wissen zwar, was sie tun, aber nicht, wie sie es tun. Wir müssen lernen, gemeinsam mit Rechtsabteilungen an den Lücken zu arbeiten“, so Kempermann. Gerade im Mittelstand müssten Kanzleien eruieren, ob überhaupt Prozesse vorhanden sind. „Wir bringen als Kanzlei allerdings Branchenexpertise mit, um gemeinsam mit den Mandanten an ihrem Projekt zu arbeiten“, so Dr. Lörcher.

Doch wie können sich Wirtschaftskanzleien als Sparringspartner für Unternehmen in Digitalisierungsprojekten noch unersetzlicher machen? Die Panelisten diskutierten, ob es zukünftig kommerzielle Modelle geben könnte und ob man eine Art Wartungsvertrag einführen solle, statt, wie aktuell, über den Stundensatz abzurechnen.

Dr. Gardyan-Eisenlohr richtete sich nochmals an die Vertreter der Sozietäten auf dem Podium und im Publikum: „Wenn Sie versuchen, zu mir in die Wertschöpfungskette zu kommen, dann lassen Sie uns miteinander reden; organisieren Sie sauber, und denken Sie daran, dass Sie als Organ der Rechtspflege und nicht als Teil des Qualitätsmanagements fungieren!“

Gebt uns, was wir wollen: Wie Kanzleien die Digitalisierung in Rechtsabteilungen wirklich unterstützen können

Zum letzten Panel trafen sich unter der Moderation von Prof. Dr. Bruno Mascello, LL.M., Professor an der Universität St. Gallen und Mitglied im Scientific Board des BWD, Dr. Hildegard Bison, Vorstand, BP Europa SE und Mitglied im Advisory Board des BWD, Dr. Valesca Molinari, General Counsel, Sunfire GmbH (und zukünftig Mitglied des Advisory Board des BWD) sowie Dr. Michael Holzhäuser, Partner, Ashurst, Dr. Frederick Leenen, Head of Legal-Tech, CMS, und Sebastian Schüssler, Leiter Task Force Digitale Transformation, Rödl & Partner, um sich über die Zusammenarbeit von Wirtschaftskanzleien und Inhouse-Rechtsabteilungen auszutauschen.

Dr. Valesca Molinari sagte gleich zu Beginn, dass bei der Zusammenarbeit mit Kanzleien wichtig sei, dass die Kanzleien wissen, was sie können: „Ich möchte mit einem Partner zusammenarbeiten, der mein Projekt umsetzen kann und auch ein Prozessverständnis mitbringt. Als Unternehmen muss ich festlegen, was ich in der Rechtsabteilung digitalisieren möchte.“ Dr. Hildegard Bison machte klar: „Ich bin ganz blank. Wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, dann muss das Projekt klappen, und ich will nur, dass es gut läuft. Ich muss nicht wissen, was die Kanzlei oder der Dienstleister alles kann.“ Weiter führte sie aus, dass die Rechtsabteilung kein digitales, sondern ein operatives Problem habe, das nicht juristisch sei. Deshalb sei auch in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmensrechtsabteilung und Kanzlei das „Know your Customer“-Prinzip so wichtig. Zudem sollten beide Seiten zu anderen Unternehmen schauen, wie diese bestimmte Themen gelöst bekämen.

Moderator Prof. Dr. Bruno Mascello stellte die Frage, wie sich Kanzleien für Legal-Tech-Themen rüsteten. Dr. Frederick Leenen berichtete, dass CMS eine eigene Unit für den Bereich Legal-Tech gegründet habe, um das Know-how der Mitarbeiter zusammenzubringen: „Wir wollen unsere Leistung moderner anbieten.“ Das Credo von Sebastian Schüssler lautete: „Löse niemals ein Problem, das keiner hat!“ Zudem sei „fachliche Demut“ wichtig. Als Anwalt habe man sein Fachgebiet, dem Kunden müsse man zuhören, um auch seine Seite zu verstehen. Hierbei sei viel Diplomatie notwendig. „Im Team braucht man Leute, die in Paragraphen denken, und die, die in 1 und 0 denken“, war sich Sebastian Schüssler sicher. Bei Ashurst nähmen Experten aus nichtjuristischen Professionen mit Anwälten an Kundengesprächen teil, um dann gemeinsam einen Prozess zu analysieren und zu schauen, wie man am besten zu einer Lösung kommt, die auch digitale Inhalte beinhaltet, berichtete Dr. Michael Holzhäuser. Kanzleien müssten die Probleme und Abläufe des Unternehmens verstehen, um ein Digitalisierungsprojekt erfolgreich umzusetzen. Ebenfalls sei der Austausch von immenser Bedeutung. Für regulatorische Fragestellungen habe die Kanzlei eigene Experten. „Unser Anspruch sollte die digitale Transformation sein“, so Dr. Holzhäuser.

Dr. Hildegard Bison äußerte zum Abschluss einen Wunsch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Kanzleien: „Es wäre schön, wenn sich Kanzleien mit dem Thema Legal-Tech wohlfühlten und es gar kein Thema mehr für sie wäre, so dass wir dann wieder Zeit für andere Themen hätten.“

Fazit und Ausblick

Das war nun also die Premiere von gemeinsamen Veranstaltungen des Deutschen AnwaltSpiegels und des Bundesverbands der Wirtschaftskanzleien in Deutschland. Ein gelungener Auftakt, der einmal mehr gezeigt hat, dass Herausforderungen nur gemeinsam zu meistern sind. Voneinander zu lernen wird in Zeiten von Krisen immer wichtiger. Sich auszutauschen in einem Verband erweitert den Horizont – den eigenen und den der Mitstreiter. Sicherlich hat diese Veranstaltung bei dem einen oder anderen Gast auch ein wenig „Well-Being“ ausgelöst. Die Branche rund um den Wirtschaftsrechtsmarkt ist überschaubar – und gut vernetzt. Man kennt sich. Man schätzt sich. Man freut sich über das Wiedersehen, über das „Klassentreffen“. Und das wird es wieder geben: Am 12.12.2022 bei „Inhouse Matters“ und ganz gewiss auch im Frühjahr 2023, wenn es zum zweiten Mal heißen wird: „Deutscher AnwaltSpiegel meets BWD“ – ab jetzt ein jährlicher Jour fixe.

mareike.theisen@faz-bm.de

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